Die Richtung ist eindeutig: mehr Transparenz, mehr Meldepflichten, weniger Spielraum für Gestaltungen, die allein auf Steuergefälle setzen. Wer darauf baut, baut auf Sand.
Die Mindestbesteuerung zielt auf sehr große Gruppen und trifft den typischen Mittelstand unmittelbar nicht. Mittelbar wirkt sie trotzdem: Wer Teil einer betroffenen Gruppe ist oder es durch Zukauf wird, muss Daten liefern, die vorher niemand erhoben hat.
Deutlich relevanter sind Meldepflichten und Transparenzregeln. Sie greifen unabhängig von der Größe und knüpfen an einzelne Vorgänge an, nicht an den Umsatz.
Die Zeiten, in denen eine Struktur wirkte, weil sie nicht bekannt war, sind vorbei. Was heute trägt, ist eine Struktur, die eine wirtschaftliche Begründung hat und diese belegen kann: echte Funktionen, echte Substanz, nachvollziehbare Dokumentation.
Das ist keine schlechte Nachricht. Gestaltungen mit Substanz halten Prüfungen stand und sind kalkulierbar. Gestaltungen ohne Substanz waren immer eine Wette auf die Zeit.
Beratung verschiebt sich von der Frage nach dem cleveren Modell zur Frage nach der belastbaren Architektur. Wichtiger als der letzte Prozentpunkt ist, dass die Struktur eine Prüfung, einen Verkauf und einen Generationenwechsel übersteht.
Deshalb rechnen wir Gestaltungen über mehrere Jahre und mit dem ungünstigen Szenario, nicht nur mit dem günstigen. Das führt manchmal zu langweiligeren Vorschlägen. Es führt seltener zu bösen Überraschungen.
Sie zielt auf Gruppen ab sehr hohen Umsatzschwellen. Für den typischen Mittelstand ist sie unmittelbar nicht einschlägig, mittelbar über Konzernzugehörigkeit aber möglich.
Bestimmte grenzüberschreitende Gestaltungen, die gesetzlich definierte Kennzeichen erfüllen. Die Prüfung gehört an den Anfang, nicht ans Ende einer Gestaltung.
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